Doch wer andere unterstützt, vergisst leicht, auf sich selbst zu achten. Selbstfürsorge ist deshalb kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für gute Pflege. Sie schützt An- und Zugehörige vor Erschöpfung und gibt Kraft, um langfristig da zu sein.
Warum Selbstfürsorge so wichtig ist
An- und Zugehörige leisten den größten Teil der Pflegearbeit. Studien zeigen, dass mehr als 80 % der Pflegeempfangenden in Deutschland zu Hause versorgt werden. Dabei sind es häufig nicht klassische Familienstrukturen, sondern Wahlfamilien und Freundeskreise, die Verantwortung übernehmen – besonders in der LSBTIQ*-Community.
Die Belastung ist hoch: Schlafprobleme, körperliche Beschwerden, depressive Verstimmungen oder soziale Isolation treten oft auf. Hier setzt Selbstfürsorge an: Sie bedeutet, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und bewusst Zeit für Pausen, Freude und Unterstützung zu schaffen.
1. Pausen im Alltag
Pflege verlangt viel Aufmerksamkeit, doch kleine Auszeiten helfen, Kraft zu behalten. Ein kurzer Spaziergang durch den Volkspark Friedrichshain, eine Pause in einem Kiez-Café oder ein paar Minuten Meditation können den Unterschied machen.
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