Entlastung für Angehörige in Berlin: Wo Pflegefamilien und Wahlfamilien Hilfe finden

Pflege ist eine wertvolle Aufgabe – und gleichzeitig eine der größten Belastungen, die Menschen auf sich nehmen können. Wer eine:n Angehörige:n oder Freund:in pflegt, trägt viel Verantwortung: für die Organisation des Alltags, für körperliche Unterstützung und für emotionale Nähe. In Berlin leisten jeden Tag tausende Menschen diese Arbeit. Manche pflegen ihre Eltern, andere ihre Partner:innen, wieder andere – vor allem in der LSBTIQ*-Community – engagieren sich in Wahlfamilien.
Ein lächelnder Mann in einem grünen Pullover sitzt vor einem Fenster, umgeben von anderen Menschen.
Doch so vielfältig wie die Pflegekonstellationen sind auch die Herausforderungen. Viele Pflegende geraten an ihre Grenzen, sei es durch fehlende Pausen, finanzielle Belastung oder das Gefühl, mit Sorgen alleine zu bleiben. Genau hier setzen Entlastungsangebote an. Sie helfen, den Alltag leichter zu gestalten und Gesundheit wie Lebensqualität zu erhalten – für Pflegeempfangende wie für Pflegende.
Warum Entlastung für pflegende Angehörige und Zugehörige in der Pflege in Berlin unverzichtbar ist. Studien zeigen, dass pflegende Angehörige das Rückgrat der Pflege in Deutschland sind. Über 80 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut – häufig allein von Familienangehörigen oder engen Freund:innen. Diese Verantwortung bringt enorme Belastungen mit sich. Die Folgen können ernst sein: Viele Pflegende berichten über Erschöpfung, Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder depressive Phasen. Gerade in queeren Wahlfamilien, wo oft nur wenige Personen die Pflege schultern, ist die Gefahr der Überlastung besonders groß. Deshalb ist es entscheidend, rechtzeitig Unterstützung anzunehmen – nicht erst, wenn die Kraft bereits aufgebraucht ist. 👉 Eine erste Orientierung bietet die Fachstelle für pflegende Angehörige | Berlin Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es in Berlin? Berlin bietet ein breites Netz an Unterstützungsangeboten, die Angehörige und Wahlfamilien spürbar entlasten können: Entlastung für pflegende Angehörige und Zugehörige in der Pflege in Berlin können sein: Alltagshilfe Praktische Unterstützung im Haushalt oder bei Erledigungen macht den Alltag leichter. Putzen, Kochen, Einkaufen oder Begleitungen zu Arztterminen sind Tätigkeiten, die Angehörigen viel Zeit und Energie abverlangen. Professionelle Alltagshilfe, wie wir sie bei AlleFarben Alltagshilfe anbieten, ist über die Pflegekasse abrechenbar – zum Beispiel mit dem Entlastungsbetrag von 131 Euro. 👉 Mehr dazu findest du in unseren Alltagshilfe-Leistungen. Verhinderungspflege Wenn pflegende Angehörige selbst krank werden oder eine Pause brauchen, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Ersatzpflege. So können Pflegende Urlaub machen oder sich erholen, ohne die Versorgung zu gefährden. Tages- und Kurzzeitpflege Einige Berliner Einrichtungen bieten Pflege auf Zeit an – stundenweise, tageweise oder für einige Wochen. Das gibt Angehörigen Spielräume, um Termine wahrzunehmen oder einfach Luft zu holen. Pflegeberatung Eine Pflegeberatung (§ 7a) hilft, Leistungen zu verstehen und optimal zu kombinieren. Sie klärt, welche Hilfen zustehen, unterstützt bei Anträgen und sorgt dafür, dass keine Ansprüche verloren gehen. LSBTIQ*-Perspektive: Wahlfamilien sichtbar machen Queere Senior:innen haben oft andere Lebensrealitäten als heterosexuelle Gleichaltrige. Viele leben ohne Kinder oder traditionelle Familienstrukturen. Stattdessen übernehmen Wahlfamilien, Freund:innen oder Nachbar:innen Pflegeaufgaben. Diese Netzwerke sind wertvoll – aber im Pflegesystem nicht immer sichtbar. Für LSBTIQ*-Senior:innen bedeutet Entlastung daher auch: queersensible Unterstützung, die ihre Lebensgeschichte respektiert. Diskriminierung oder Missverständnisse dürfen kein Hindernis sein. Berlin hat in diesem Bereich einiges zu bieten – von Projekten der Schwulenberatung über Vereine wie RUT bis hin zu Kultur- und Beratungszentren wie dem Sonntags-Club.
Ein lächelnder Mann in einem dunkelgrünen Pullover sitzt vor einem Fenster, umgeben von anderen Menschen.
  • Wichtige Adressen in Berlin Damit Angehörige und Wahlfamilien konkrete Anlaufstellen haben, hier eine Auswahl an queeren Projekten und Beratungsstellen:
  • Schwulenberatung Berlin Eine der größten LSBTIQ*-Organisationen in Europa. Sie bietet queersensible Pflege, Wohnprojekte, Beratung und konkrete Hilfen für Senior:innen.
  • queer‒pflege.de Eine deutschlandweite Plattform, die Informationen und Angebote zu queersensibler Pflege bündelt – hilfreich auch für Berliner Senior:innen und Angehörige.
  • RUT Rat und Tat e.V. Ein traditionsreicher Verein, der lesbische, bisexuelle und queere Frauen* unterstützt. Er bietet Treffpunkte, Beratung und Begleitung im Alter, auch zu Pflegefragen.
  • Sonntags‒Club Berlin Ein queeres Kultur- und Beratungszentrum in Prenzlauer Berg. Es schafft Räume für Begegnung, Beratung und Gemeinschaft – auch für ältere LSBTIQ*-Menschen.
Diese Vielfalt zeigt: Entlastung ist nicht nur eine Frage von Geld oder Pflegeleistungen, sondern auch von Gemeinschaft und Anerkennung. Fazit: Hilfe annehmen ist Stärke Pflegende Angehörige und Wahlfamilien leisten Großartiges – aber niemand sollte diese Aufgabe allein tragen. Entlastung bedeutet, Verantwortung zu teilen und die eigene Gesundheit zu schützen. In Berlin gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten: von Alltagshilfe über Verhinderungspflege bis zu queersensiblen Beratungsstellen. Wer sie nutzt, sorgt dafür, dass Pflege ein gemeinsamer Weg bleibt, der tragbar ist – für Senior:innen, Angehörige und Wahlfamilien. 👉 Unterstützung bekommst du bei unserer Pflegeberatung (§ 7a), den Alltagshilfe-Leistungen oder direkt über unsere Kontaktseite.
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Ein großes Gruppenfoto von 24 lächelnden Personen und einem Hund in einem Raum mit Fenster.
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